Dry


Dystopie

von Neal & Jarrod Shusterman //

No water, no life. No blue, no green.

Es ist so einfach: Den Hahn aufdrehen und man hat Wasser. Aber was, wenn das nicht mehr der Fall ist? Wenn der Hahn aufgedreht wird und es kommt kein Wasser mehr? Mit dieser erschreckenden Zukunftsvision haben sich Neal und Jarrod Shusterman in „Dry“ auseinandergesetzt und je länger man liest desto mehr fällt einem auf: Diese Zukunft ist erschreckend realistisch…

Die 16-Jährige Alyssa und ihre Familie sind trotz einiger Vorzeichen nicht auf den sogenannten Tap-Out vorbereitet. Doch plötzlich gibt es kein Wasser mehr und der Kampf ums Überleben beginnt. Als ihre Eltern zum Strand aufbrechen, um dort Wasser von den Entsalzungsanlagen zu holen, ist Alyssa mit Garret auf sich allein gestellt. Zu ihrem Glück ist da aber noch Kelton, der Nachbarsjunge. Bisher waren er und seine Familie, die sich seit jeher auf die Apokalypse vorbereitet haben, nur Spinner für Alyssa, aber nun braucht sie seine Hilfe. Zusammen begegnen sie verschiedensten Menschen, von denen jeder anders reagiert. Während die einen zusammen halten und teilen, um die Krise zu überstehen, würden die Anderen Alles dafür tun, um auch nur einen Tropfen Wasser zu ergattern. Diese Bandbreite an Reaktionen und die Entwicklung der Menschen, die in dem Buch gezeigt werden, macht es unheimlich spannend, lässt es aber auch erschreckend nah wirken.
Die Dystopie ist hauptsächlich aus der Sicht von Alyssa und Kelton erzählt, es gibt aber auch Kapitel aus der Sicht weiterer Hauptpersonen. Außerdem beinhaltet das Buch „Screenshots“, die die Geschichten und das Erlebte von anderen außenstehenden Personen erzählt. Dadurch wird Story sehr übergreifend und wirkt noch größer und bedrohlicher. Was ich aber am faszinierendsten finde, ist, wie mit spanenden Momenten umgegangen wird. Neal Shusterman hat einfach diese Art, durch Plötzliches nicht durchzurauschen, sondern es in Zeitlupe ablaufen zu lassen. Das nimmt aber keines Falls die Spannung, im Gegenteil. Es ist, als würde einem etwas runterfallen: Man sieht es langsam fallen, weiß, dass es zerschellen wird, aber zum Eingreifen ist man zu langsam und so kann man nur warten und die Scherben auffegen.

Fazit

„Dry“ ist eine Dystopie, aber eine, die erschreckend realistisch ganz ohne irgendwelche Beschönigungen erzählt wird. Das Ende ist wahrscheinlich nicht für jedermann perfekt ( da möchte ich mal noch näher drauf eingehen), mir hat es aber sehr gefallen. Und wieder einmal hat mich mein Lieblingsautor nicht enttäuscht 🙂

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Anna|21|Bookaddict (@mittenim1oomorgenwald) am

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.