Die Zehn am Zehnten


Bei meinen „Zehn am Zehnten“ stelle ich euch jeden Monat eine Top 10 zusammen; meistens zu Themen, die ihr euch auf Instagram gewünscht habt. Heute möchte ich euch meine liebsten „Bösewichte“ aus Büchern vorstellen. Warum ich das in Anführungszeichen gesetzt habe? Nun ja, irgendwie ist das ja auch immer eine Ansichtssache und manchmal ist der Bösewicht für jemand anderen der Held. Oder er entpuppt sich als gar nicht so böse. Dieses Mal sind die Texte nicht spoilerfrei, weshalb ich den Titel des Buches in den Titel packe. So wisst ihr erst, um welche Geschichte es sich handelt, und könnte den Abschnitt überspringen, falls ihr Angst vor Spoilern habt 🙂

10. Die Grisha – Trilogie von Leigh Bardugo

Der Dunkle, oder im englischen Darkling, was jawohl tausendmal cooler klingt, ist der Widersacher von Alina. Es ist der alte Kampf: Licht gegen Schatten. Dabei ist der Dunkle zwar unheimlich attraktiv, wirkt auf mich aber zu oft wie ein eingeschnapptes, trotziges Kind. Trotzdem hat er auch seine Schattenseiten (ihr versteht? Weil der Dunkle, Schattenwesen…haha) und kein Problem damit, Tote von Bäumen hängen zu lassen, nur um ein Exempel zu statuieren.

09. Nevernight von Jay Kristoff

Bei Nevernight zwischen Gut und Böse zu unterscheiden ist in etwa so schwierig, wie Herr Freundlich zum Schweigen zu bringen. Schließlich ist auch Mia unsere Heldin, aber nicht ohne Blut an den Händen zu haben. Doch Julius Scaeva ist gerissener, furchtbarer und aus tiefster Seele dunkel und böse. Manipulieren und Täuschen sind für ihn ein Leichtes, wie man bei Jonnen unschwer erkennen kann. Während Mia hauptsächlich von Rache geführt wird, Liebe und Freundschaft aber nicht vergessen hat, ist es bei Scaeva hauptsächlich der Durst nach Macht, der ihn antreibt.

08. Die Chroniken der Verbliebenen von Mary E. Pearson

Der Komizar ist der Vendanische Herscher, der Lia und Rafe gefangen nimmt. Lia merkt zwar schnell, dass die Vendaner nicht so barbarisch sind, wie sie immer annahm, doch der Komizar ist grausam und brutal. Kaltblütig, berechnend und manipulativ versucht er Lia für seine Vorteile zu nutzen und seine eigenen Ziele zu erreichen.

07. Die Tribute von Panem von Suzanne Collins

Ich muss zu Anfang einmal anmerken, dass ich Panem X noch nicht gelesen habe und hier deswegen nur über die Trilogie rede. Snow wirkte in den Filmen für mich fast schon zu freundlich, bis ich gemerkt habe, dass genau das das Üble an ihm ist. Er wirkt klug, kontrolliert und abgeklärt. Dabei ist er gerissen und über Leich zu gehen, stellt für ihn gar kein Problem dar, sondern ist einfach Mittel zum Zweck. Am gruseligsten sind aber diese weißen Rosen, die mich wohl mein Leben lang an ihn erinnern werden.

06. Die Chroniken von Alice von Christina Henry

Grinser ist nicht wirklich ein richtiger Bösewicht, aber da er auch kein Gutmensch ist, zähle ich ihn mal dazu. Für mich hat er nämlich trotzdem einen Platz in dieser Liste verdient. Ich mag Christina Henrys Interpretation der Figuren des Klassikers Alice im Wunderland total, da die Grundzüge der Charaktere beibehalten werden. Bei Grinser ist es wohl der durchtriebene Charme und das Verspielte, weswegen ich ihn irgendwie mag.

05. Strange the dreamer von Laini Taylor

In Lazlos Welt gibt es mehr als nur eine Person, die Unheil bringt. Aber am meisten haben sich meine Härchen bei Minyas Aktionen aufgestellt. Dass so viel Rachsucht und Grausamkeit in ein kleines Mädchen passt, hat mich sprachlos gemacht. Dabei macht sie ja auch irgendwann nicht mal mehr vor ihrer Familie halt. Da sie in dem Körper eines Kindes feststeckt, war der Schock und das Entsetzen bei mir noch größer. Neben Hass ist aber auch das Gefühl von Schuld fest in ihr verankert, was ihren Charakter vielschichtig und interessant macht.

04. Die Beschenkte von Kristin Cashore

Dieses Buch hat mich überrascht, geschockt und sprachlos gemacht. Ein König mit der Gabe, den Geisteszustand zu verwirren und das Volk das glauben zu lassen, was er will, ist wohl das grausamste für ein Land. Niemals hätte ich mit König Leck gerechnet und dieser intelligenten, versteckten Folter.

03. Die Spiegelreisende von Christelle Dabos

Der kleine Junge mit der Brille, der auch der Kavalier genannt wird, ist doch ganz putzig oder? Nein! Nein, das ist er nicht! Der kleine Satansbraten ist nicht leicht zu durchschauen und dadurch mehr als gefährlich. Es ist aber auch sehr befremdlich, wenn man beim Lesen so eine Wut gegen einen kleinen Jungen entwickelt, was ihn zu einem genialen Bösewicht macht.

02. Vicious von Victoria Schwab

Victor Vale ist ein Antiheld, der Schmerz regulieren kann. Eigentlich ist er nur auf Rache an seinem Ex-Besten-Freund Eli aus. Aber wenn ihm dabei etwas im Wege steht wird es eben… entfernt. Dabei ist er für die kleine Sydney aber ein Retter und Familie, für den cleveren Mitch ein Freund. Victoria Schwab zeigt mal wieder, dass es nicht immer nur Gut und Böse gibt. Und so war ich Victor hoffnungslos verfallen.

01. Scythe von Neal Shusterman

Er ist klug, ein guter Redner und schart eine ganze Gemeinde junger Scythe um sich. Scythe Goddard besitzt die Kunst, alles so zu drehen und zu wenden, dass es glaubwürdig klingt. Dadurch ist er deutlich zu manipulativ. Außerdem liebt es zu töt… Verziehung, nachzulesen und kennt dabei keine Skrupel. Sadistisch, gerissen und charmant ist eine ganz üble Mischung. Aber es macht viel zu viel Spaß ihn zu hassen.

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