Die Zehn am Zehnten im Mai


Bei meinen „Zehn am Zehnten“ stelle ich euch jeden Monat eine Top 10 zusammen; meistens zu Themen, die ihr euch auf Instagram gewünscht habt. Dieses Mal soll es um Bücher gehen, die mich enttäuscht haben. Keine Sorgen, da kommen jetzt keine 10 Hassreden auf euch zu und ich werde sie auch nicht sortieren. Manchmal haben mich auch nur das Ende, bestimmte Details oder ein Band einer Reihe enttäuscht. Habt dieses Mal immer zwei Dinge besonders im Hinterkopf. 1.) Zwei Leser lesen niemals das gleiche Buch. 2.) Hohe Erwartungen können tödlich sein 😀 Der Beitrag ist spoilerfrei, abgesehen von den beiden letzten Bücher, das ist aber auch nochmal extra vermerkt 🙂 Erzählt mir gern, welches Buch euch enttäuscht hat.

10. Davor und Danach

Nicky Singer schreibt über ein Mädchen und einen kleinen Jungen, die in einer zerstörerischen Welt in den Norden fliehen wollen. Ich liebe Dystopien, aber in diesem Fall habe ich nicht mitgelitten. Der Schreibstil war mir zu kühl und distanziert und irgendwie haben sich immer alle nur angeschrien, das hat mich total genervt. So kam mir meine Reise mit dem Buch ebenfalls ziemlich endlos vor.

09. Heliopolis

Man nehme ein wenig Mythologie, Die Bestimmung und Sommernachtstraum und man erhält: Heliopolis! Da ich Secret Game von Stefanie Hasse grandios fand, musste auch Heliopolis einziehen. Aber leider konnte es mich nicht begeistern. Zu verwirrend, zu viel jeder mit jedem und zu viel Täuschung sorgte dafür, dass spannende Wendungen eher ausblieben, weil man eh nichts mehr geglaubt hat, was so passiert. Abgesehen davon, dass ich auch nicht immer verstanden habe, was gerade passiert 😀 Trotzdem halte ich Stefanie Hasse für eine tolle Autorin und die Idee war auch gut und durchdacht, aber Helipolis ist leider nicht meins.

08. Die Disney-Villains- Reihe

Zusammen mit Serena Valentino erzählt Disney die Geschichten verschiedener Film-Bösewichte. Auf deutsch hat es mich total gestört, dass einige Namen nicht übersetzt wurden. Für mich sind das Tassilo und Herr von Unruh und nicht Chip und Cogsworth. Außerdem gibt es neue Figuren, die über alle Teile im Vordergrund stehen. Dadurch geraten die Bösewichte in ihrer eigenen Geschichte manchmal zu sehr in den Hintergrund.

07. Hazel Wood

Ich habe ein Faible für Märchenadaptionen entwickelt und Hazel Wood springt einem natürlich auch direkt ins Auge mit dem wunderschönen Cover. Es ist düster und makaber, aber mir erschloss sich die Geschichte irgendwie nicht. Außerdem war mir niemand so wirklich sympathisch und die Protagonisten sind für mich sehr wichtig und ausschlaggebend. Ich hätte mich lieber ferngehalten von Hazel Wood.

06. Beastmode – Es beginnt

Fünf Jugendlich mit besonderen Fähigkeiten und eine Mission: Die Welt retten. Der erste Band der Dilogie von Rainer Wekwerth ist nicht schlecht, aber ich hatte mir mehr versprochen. Da wären wir dann beim Thema hohe Erwartungen. Mir waren die Charaktere leider zu blass und eintönig und die Geschichte zu vorhersehbar. Band 2 werde ich aber eine Chance geben und mit nicht ganz so hohen Erwartungen rangehen.

05. Die letzte Hälfte der Obsidian-Reihe

Die Bücher über Katy und Daemon werden von so vielen geliebt, aber die Meinungen gehen trotzdem sehr auseinander. Ich habe die ersten beiden Bände verschlungen, den dritten fand ich dann schon nicht mehr so gut und ab Band 4 habe ich eine Krise nach der nächsten bekommen. Die Geschichte hat kaum noch Hand und Fuß. Katy hat zwar beides noch, dafür kommt ihr leider ihr Rückrat abhanden. Außerdem zog sich das Ende wie Kaugummi. Schade, denn in den ersten Band war ich wirklich verliebt.

04. Stranger things – Suspicious minds

Gwenda Bond bringt die beliebte Netflix-Serie in dein Buchregal. Mir hat das Buch gar nicht so schlecht gefallen, allerdings hat es mich sehr enttäuscht, dass man kaum neue Dinge erfahren hat. Vieles wurde vertieft, aber kaum Neues aufgegriffen. Für echte Fans der Serie trotzdem total empfehlenswert.

03. These broken stars

Diese Sci-Fi Reihe von Amie Kaufman und Megan Spooner hatte ich ewig im Auge bevor ich sie dann endlich gelesen habe. Ich habe dabei mit einer Freundin getauscht: Sie lieh mir These broken stars, ich ihr dafür Illuminae und Gemina. Wir haben uns also Ewigkeiten davon vorgeschwärmt und das Ende vom Lied: Wir waren beide enttäuscht 😀 Beim ersten Teil lag das bei mir vor Allem daran, dass es wenig Charaktere gibt. Und ich habs ja schon erwähnt: Ich liebe und brauche Figuren 😀

Achtung! Hier folgen Spoiler zu Die Tribute von Panem und der H.O.M.E.-Trilogie

02. Die Tribute von Panem – Flammender Zorn

Ich musste mit dem Finale von Suzanne Collins‘ wirklich großartiger Trilogie zweimal beginnen. Gleich zu Beginn: Ich liebe die Trilogie trotzdem und sie wird immer eine meiner liebsten bleiben. Aber der Anfang hat mich leider ziemlich gelangweilt und dann hatte ich das Gefühl, dass einfach jeder getötet wurde, den ich liebe. Viel zu sinnlos vor Allem, als wäre das einfach die Lösung für alles. Das Schlimmste: Ich musste die Stelle mit Finnicks Tod mehr als einmal lesen, bis ich verstanden habe, dass er wirklich tot ist. Das war so unspektakulär und beiläufig, dass es mir nur aufgefallen ist, weil später eine Person fehlte. Und ich weiß, ich bin da nicht die Einzige. Viel Action und Zerstörung, aber zu wenig Gefühl.

01. H.O.M.E. – Die Mission

In Eva Siegmunds dystopischer Dilogie geht es um Zoe, die im Krankenhaus erwacht und herausfindet, dass sie die letzten Jahre in einer Simulation verbracht hat. Diese sollte sie auf ihre Mission vorbereiten, die sie im finalen Band mit ihrer Crew antritt. Der erste Band hat mir unheimlich gut gefallen und auch Band 2 begann vielversprechend an. Aber ich hatte da schon so ein Bauchgefühl und habe gedacht: „Wenn sich das bewahrheitet, klatsche ich das Buch an die Wand!“ Die Rede ist davon, dass die Protagonistin die Dinge in dem Sinne nicht wirklich erlebt hat, sondern eine Simulation gespielt hat. Richtige Inception, die mich leider gar nicht erreichen konnte. Ich hatte das Gefühl betrogen zu werden D: Wirklich, ich wahr richtig sauer und irgendwie fühlte sich das alles so unsinnig an. Grandiose Dilogie, aber das Ende hat mich leider richtig enttäuscht.

2 Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.