Blogtour – Nach oben führt auch ein Weg hinab


Heyho! Ich habe das großartige Glück ein Teil des Bloggerteams von April Wynter zu sein. Das Buch “ Nach oben führt auch ein Weg hinab“ handelt von Maddy, die einen Roadtrip in die Rocky Mountains unternimmt. Mit niemand Geringerem als ihren im Rollstuhl sitzenden Großvater Stan. Meine ganze Rezension findet ihr hier.

Am fünften Tag der Bloggertour habe ich die große Ehre, euch Grandpa Stan vorzustellen. Nunja, genau genommen tut er das selbst. Denn Stan schreibt einmal im Jahr einen Brief an seine verstorbene Liebe Livia. Und dieses Jahr hat er den exklusiven Brief geschrieben, als er mit Maddy in den Rocky Mountains unterwegs war.

Liebste Livia,

es ist schon wieder ein Jahr rum und dieses Mal schreibe ich dir von einem ganz besonderen Ort aus. Tatsächlich werde ich wohl ewig an diesem Brief sitzen. Das Zittern durch die Multiple Sklerose ist heute besonders schlimm, aber das wird mich nicht abhalten. Du kennst mich ja: Stur wie ein (mittlerweile ziemlich alter) Esel.

Jedenfalls bin ich in den Rocky Mountains mit keiner geringeren als unserer kleinen Maddy. Und die ist mittlerweile gar nicht mehr so klein. Ich bin mehr als dankbar, sie an meiner Seite zu haben. Sie ist so ein starkes Mädchen. Und auch wenn sie glaubt, ich würde das nicht mitbekommen: Sie hängt viel zu sehr an ich ihrem kleinen Handy. Ich glaube, sie versucht sich selbst zu finden. Ich hoffe, dass sie das hier kann, mit mir in der Natur. In ihr steckt so viel. Aber auch ich hab darüber nachgedacht. Darüber, wer ich denn eigentlich bin.

Das Offensichtliche: Ich bin Stan, ich bin alt, ich sitze wegen meiner Krankheit im Rollstuhl und ich hatte eine wundervolle Ehe, aus der ein Sohn hervorgeht, den ich liebe. Wir hatten eine Ranch und es machte mich glücklicher, als alles Geld der Welt.

Aber da ist ja noch mehr in einem Menschen. Ich war immer ein Arbeitstier, aber ich habe nie vergessen, wie wichtig Humor und Lebensfreude sind. Ich sage häufig das richtige und in den richtigen Moment auch mal gar nichts. Außerdem liebe ich die Fotografie und die Natur. Genauso wie ich Menschen liebe und es genieße, wenn ich ihren Worten lauschen kann. Wenn ich die Welt nicht entdecken kann, hole ich sie zu mir.

Im Moment bin ich leider auch schnell müde, weswegen ich den Stift jetzt besser weglege. Ich habe übrigens auch nie die Vorfreude und den Nervenkitzel verlernt. Ich bin gespannt, was die Reise mit Maddy noch mit sich bringt und wie sie daraus hervorgeht.

In Liebe

Stan

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