Wenn die Dunkelheit endet


Fantasy

von Constance Sayers aus dem Heyne Verlag // Danke für das Rezensionsexemplar! //

Liebe durch alle Zeiten?!

Die Leben von Juliet, einem französischen Mädchen aus 1895, und Helen, einer gestandenen Amerikanerin aus 2012, sind eng miteinander verwoben. Als Juliet eine Affäre mit einem verheirateten Mann beginnt, belegt ihre Mutter diesen mit einem Fluch. Doch versehentlich hat sie auch Juliet mit eingebunden und nun sind beide dazu verdammt, ihre tragische Liebe wieder und wieder zu durchleben. Helen lernt derweil auf einem Date Luke kennen, der sie gleichermaßen verwirrt wie anzieht. Er teilt mit ihr ein Geheimnis, das weit in die Vergangenheit reicht…

Der Aspekt der zwei Zeitlinien hat mich unheimlich neugierig auf dieses Buch gemacht. Ich liebe mehrere Perspektiven und wenn dann auch noch verschiedene Epochen dazukommen – Umso besser! Ich hab allerdings noch mehr bekommen, aber da verrate ich nicht zu viel. Denn ausnahmsweise bereitet einen der Klappentext dieses mal kaum darauf vor, was einen erwartet.

Es ist schwierig etwas zur Handlung zu sagen, ohne alles zu erzählen, aber ich versuch’s mal 😀 Ich habe am Anfang keine Ahnung gehabt, wo es hingehen könnte. Umso überraschter war ich dann von einigen Wendungen und aufgelösten Mysterien. Die Geschichte ist äußerst tragisch und dramatisch, aber sehr gefühlvoll. Trotzdem gibt es auch einige schöne und lustige Momente und ein, wie ich finde, sehr gelungen aufgelöstes Ende. Auch das Setting finde ich toll, wobei ich mir ab und an mehr Abwechslung gewünscht hätte.

Anfangs dachte ich, das Buch wäre nichts für mich. Das lag aber hauptsächlich an Juliet, mit der ich echt Schwierigkeiten hatte. Nach und nach versteht man die Liebesgeschichte aber besser und auch ihr Charakter wird einfach klarer. Ich kann mich zwar null mit ihr identifizieren, aber das muss man ja auch nicht immer. Helen ist sehr nüchtern, intelligent und bedacht, was für die Geschichte aber nicht unwichtig ist. Manchmal fehlt mir bei den Charakteren aber das Besondere.

Einige Dinge, die ich kritisieren wollte, lösten sich nach und nach auf, sodass es mich letzten Endes dann doch nicht gestört hat. Fetter Kritikpunkt gibt es aber für eine Stelle gegen Ende des Buches. Während man vorher immer abwechselnde Perspektiven hat, was die Spannung erhalten hat, war ein Kapitel plötzlich um die 100 Seiten lang. Das ist mir einfach zu viel und wirkt dort auch eher unüberlegt. Plötzlich wird ein riesiger Klumpen Geschichte aufgedeckt, obwohl man sich vorher alles andere eher kleinlich zusammen puzzeln muss.


Fazit 

Eine emotionale und tragische Geschichte, die mir nach anfänglichen Schwierigkeiten viel Freude bereitet hat. Gerade das Ende des Einzelbandes gefällt mir total, sodass es meinen kleinen Frust über dieses Ewig-Kapitel wieder wett machen konnte.

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