Vicious – Das Böse in uns


Fantasy, Lieblinge

von V. E. Schwab aus dem Fischer Tor Verlag // Vielen Dank für das Exemplar! //

Die extraordinäre Geschichte von Victor Vale und Eli Ever 

Victor und Eli sind brillante Medizinstudenten und beste Freunde. Für eine Abschlussarbeit beginnen sie mit Forschungen rund um EOs, ExtraOrdinäre mit Superkräften. Um selbst ein EO zu werden müssen beide sterben und wieder auferstehen. Tatsächlich überleben sie ihr Experiment: Eli bekommt die Kraft, sich selbst wieder zu heilen und zu regenerieren, Victor kann sich und anderen Schmerzen zufügen aber auch nehmen. Doch Superkräfte machen keinen Helden und so geraten die Ereignisse außer Kontrolle…

Die Geschichte spielt einmal in der Gegenwart und einmal in der Vergangenheit zu Zeiten des Experiments. Die Kapitel wechseln sich in ihrer Zeit immer ab, sodass man nicht selten in eine Endlos-Schleife von „Verdammt ich muss doch wissen, wie es weiter geht“ gerät. Denn wenn ein Kapitel in der Vergangenheit mit einem kleinen Cliffhanger endet muss ich erst wieder eins in der Gegenwart lesen und da wartet dann schon der nächste Cliffhanger und dann der nächste und der nächste… Außerdem sind viele Kapitel recht kurz und der Schreibstil wie gewohnt wirklich gut und flüssig, sodass ich an einigen Abenden nicht mehr Aufhören konnte, weil ich einfach keinen Punkt fand, an dem ich das Buch weglegen wollte.

Die Geschichte finde ich sehr gut ausgearbeitet und auch irgendwie schafft die Autorin es, dass alles logisch erscheint. Natürlich funktioniert das mit der Nahtoderfahrung so nicht (naja, ich glaube es zumindest nicht und bin auch nicht scharf darauf es herauszufinden    😀 ), aber während des Lesens denkt man sich oft nur “ jaja, klar macht ja Sinn, dass das so ist“. Und das macht eine gute Story ja schließlich aus!

Die Protagonisten mag ich sehr und man merkt schnell, dass nicht immer alles nur schwarz und weiß ist. Victor ist definitiv nicht  aber man findet ihn doch trotzdem so cool und sympathisch. Und Eli ist mal andere Motive als ich sie sonst gewohnt bin, was ich sehr interessant finde, wenn auch etwas paradox. Was mir erst im Nachhinein erst aufgefallen ist, dass die Welt nicht so präsent ist. Das muss sie aber auch nicht sein, da der Hauptmerk so wirklich auf den Protagonisten und der Story liegt, sodass das der Story keinen Abbruch tut.


Fazit 

Für mich ein richtiges Highlight zum Ende des Jahres. Düstere Atmosphäre und die übliche Frage zwischen Gut und Böse, Falsch und Vertretbar. Außerdem nutzt die Autorin ihre eigenen Elemente, um überraschende Plottwists einzubauen und begeistert mit Story, Charakteren und Feeling.

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