Indem sie schweigen, reden sie – Rostocks Peiniger


Krimi, Thriller

von Christin Kindt aus dem tredition Verlag // Rezensionsexemplar //

Cum tacent, clamant.

Achtung! Diese Rezension enthält kleine Spoiler.

Elena Küster ist Polizistin und Mutter. Deshalb lässt sie ihr aktueller Fall, bei dem sich reihenweise junge Mädchen in den Tod stürzen, nicht kalt. Sie findet eine Verbindung und bringt sich und vor Allem ihre Töchter in große Gefahr…

Was mir direkt positiv aufgefallen ist, ist der Schreibstil. Gewählt aber mit einer Prise Humor wird Spannung aufgebaut ohne das es zu viel wird. Ich persönlich bin bei Thrillern immer sehr kritisch wenn es um Polizisten geht. Für mich wirkt das schnell kühl und fern. Deswegen gefällt mir der Familienaspekt sehr gut, da dadurch bei mir mehr Emotionen ankamen.
Elena selbst empfinde ich allerdings als ziemlich naiv. Mehr als einmal wollte ich sie schütteln und fragen, ob das was sie da tut gerade so klug ist und ob man so mit vertraulichen Daten umgeht. Außerdem erfüllt sie dieses gewisse „Ich muss so viel arbeiten und meine armen Kinder allein lassen, weshalb eine meiner Töchter mich zeitweise verachtet“-Klischee.
Das Ende lässt mich eher unbefriedigt zurück, was allerdings daran liegt, dass es sich bei dem Buch um den Beginn einer Reihe handelt. Das ist natürlich zum Einen gut, weil ich unbedingt wissen möchte wie es weiter geht, auf der anderen Seite ist die Spannung, die bis zum Schluss aufgebaut wurde, plötzlich verpufft ohne das alles aufgelöst wurde, was ich sehr schade finde.

Fazit

Trotzdem ist „Indem sie schweigen, reden sie“ ein sehr gelungener Thriller, der sich vor Allem dazu eignet, ihn in einer einzigen Nacht zu verschlingen.

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