Heliopolis – Magie aus ewigem Sand


Fantasy, Jugendroman

von Stefanie Hasse aus dem Loewe Verlag //

Achtung! Diese Rezension könnte Andeutungen enthalten, richtig ausgewachsene Spoiler sind es aber nicht 😀

Zwischen Verwirrung und Verzweiflung

Akasha ist die Prinzessin von Heliopolis. Zu ihrem 16. Geburtstag soll sie ihre Gabe erhalten und einem Haus zugeordnet werden. Und dann darf sie auch endlich ihre große Liebe Riaz heiraten. Doch sie erhĂ€lt keine Magie und keine Gabe und somit platzt auch ihre VermĂ€hlung. Stattdessen schickt ihr Vater sie auf eine wichtige Mission, von der immer nur die Wenigsten wieder zurĂŒckkehren. Sie soll zur Erde reisen. Auf der Erde ist Hailey gerade damit beschĂ€ftigt eine Ausstellung ĂŒber antike Artefakte zu planen. Doch die SchĂŒlerin hat immer hĂ€ufiger so seltsame Aussetzer…

Man nehme die Bestimmung, Sommernachtstraum und die alte Ă€gyptische Mythologie, werfe sie in einen Mixer und erhĂ€lt: Heliopolis! TatsĂ€chlich ist mir das beim Lesen in den Sinn gekommen, aber die Idee ist wirklich kein Abklatsch. Das Buch lag lange auf meinem SuB. Dabei habe ich bereits Secret Game von Stefanie Hasse gelesen und war begeistert. Aber dieses Mal konnte sie mich leider nicht ĂŒberzeugen.

Der Schreibstil war in Ordnung, allerdings bin ich hĂ€ufiger mal ĂŒber SĂ€tze gestolpert und er wirkte manchmal zu hochgestochen. Den Schreibstil im Contemporary (damit kann ich das am besten beschreiben) finde ich einfach am angenehmsten, so auch in diesem Buch, wo man zwei Sichtweisen hat.

Akasha ist ein recht einfach gestrickter Charakter: Sie hat frĂŒh ihre vermeintlich große Liebe gefunden und findet sich dann doch im Liebesdreieck wieder. Sie ist naiv, aber eigentlich herzensgut. Dabei widerspricht sie sich aber manchmal selbst. Sie besteht darauf, dass alle Menschen gleich sind, wirkt dann aber doch hĂ€ufig ĂŒberheblich und prinzessinenartig. Mich hat sie manchmal sehr genervt, weil bei ihr immer alles schlecht ist. Irgendwie freut sie sich so selten fĂŒr andere sondern hat erstmal was zu jammern. Meistens, dass sie nicht direkt eingeweiht wurde.

Die anderen Charaktere blieben fĂŒr mich sehr eintönig. Riaz kann ich leider gar nicht leiden, weil er irgendwie so geschwollen und versnobt wirkt. Dante finde ich einfach merkwĂŒrdig. Entweder er redet gar nicht oder er fĂ€llt direkt mit der TĂŒr ins Haus. Außerdem war mir das zu viel Jeder mit Jedem 😀

Auch der Geschichte konnte ich nicht immer so ganz folgen. Die Idee ist großartig, aber mir was das alles zu viel und gleichzeitig ist zu wenig passiert. Und obwohl ich oft dachte es passiert nichts, war ich genauso oft verwirrt und hab nicht verstanden, was man denn gerade eigentlich von mir will. Oder die Menschen voneinander. Oder wer was wie ernst meint. Oder wer auf wessen Seite steht. Oder was real ist. Eigentlich liebe ich es, wenn beim Lesen 100 RĂ€tsel in meinem Kopf sind. Aber das waren mir einfach zu viele und so wasr ich auch nicht mehr ĂŒberrascht, weil ich eh nichts mehr geglaubt habe.


Fazit

FĂŒr mich leider ein richtig schwieriges Buch. Am Anfang kam ich noch sehr schnell voran, ganz am Ende habe ich einiges ĂŒberflogen. Pluspunkte sind aber die intelligenten und neuen Ideen und den flĂŒssigen Schreibstil. Außerdem wollte ich zwischendrin schon wissen wie es weitergeht. Auf Band 2 habe ich aber ehrlich gestanden keine Lust mehr.

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