Das gestohlene Herz der Anderwelt


Fantasy

von Sandra Regnier aus dem Carlsen Verlag //

Über Elfen, Drachen und Teenager 

Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler zum ersten Band! 

Allison muss das gestohlenen Herz der Anderwelt wieder an seinen Platz bringen und die Regenpforte schließen, um das Sterben des Elfenreichs zu verhindern. Leicht in der Theorie, umso schwieriger in der Praxis! Ein gut aussehender Elf und ein dunkler Prinz sowie eine französische Zicke machen Allison das Leben zusätzlich schwer und bringen ihre Welt ganz schön durcheinander.

Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht so recht, wo ich anfangen soll. Vielleicht damit, dass ich die Pan-Reihe liebe und mich deshalb so auf mehr Geschichten aus der Anderwelt gefreut habe? Leider war ich vom Finale des Spin-Offs ziemlich enttäuscht.

Der Schreibstil ist wie immer großartig und ich liebe ihn. Humorvoll, jung, frisch und lockerleicht – genau so, wie man es von der Autorin kennt. Trotzdem kommt auch die Spannung nicht zu kurz.

Die Handlung besteht aus den wichtigen Dramen der Elfenwelt und den eher mittelmäßig wichtigen Dramen der Teenager. Grundsätzlich hat man abgesehen von Finn nicht allzu viel von der Anderwelt oder Elfen im Allgemeinen gesehen. Das finde ich sehr schade, weil die Welt dadurch für mich etwas blasser wurde. Die Geschichte um den dunklen Prinzen gefällt mir wirklich gut und sie passt auch toll in den Handlungsstrang. Es gab jedoch einen, sagen wir mal Verlust um nicht zu spoilern, der wirklich traurig. für mich aber auch leider etwas sinnlos war. Eigentlich finde ich es ja gut, wenn es nicht immer nur Happy Ends gibt, aber dabei bin ich etwas zwiegespalten.

Was mich am meisten stört, sind aber die Charaktere. Allison und Finn erinnern mich einfach zu sehr an die Protagonisten aus der Pan-Trilogie Felicity und Lee. Und die zwei finde ich wirklich großartig. Doch sowohl von der äußeren Beschreibung als teilweise auch vom Charakter sind mir die Unterschiede einfach nicht ausgeprägt genug. Alles bleibt für mich so blass und flach, dass ich mir immer wieder Felicity und Lee zurück gewünscht habe.

Meine Lieblingsfigur? Valerie, die vielleicht doch gar nicht so dämliche Ziege. Durch die tolle Charakterentwicklung wird sie von „Schnucki“ zur Heldin.


Fazit

Es tut mir wirklich in der Seele weh diesem Buch so wenig Sterne zu geben. Ich liebe die Pan-Trilogie, aber das Spin-Off konnte mich, wenn ich wirklich ehrlich zu mir selbst bin, einfach nicht begeistern und mitreißen. Vollkommen in Ordnung und gerettet dank eines tollen Schreibstils, aber kein Muss. Schade 🙁

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